1. März 2018: Frühlingsanfang. Die Temperaturen stimmen zwar nicht mit minus 11 Grad am Morgen, aber es kommt Bewegung in die Grube. Große, dicke gelbe Rohre verkünden einen Neuanfang.

4. März 2018: Die Bauarbeiten hinken etwas dem Zeitplan hinterher. Daher wurde, wie gut zu sehen ist, der Technikeinsatz deutlich noch oben geschraubt. An einem Sonntag ist alles schön in Reih und Glied aufgestellt – wie zur Parade. Aber nur mit mehr Gerät lässt sich der zeitliche Verzug wieder aufholen.

6. März 2018: Wir bauen auf und reißen nieder… Aber bitte mit Plan! Diesmal muss ein Teil der 18 Meter tiefen Grubenwand dran glauben. Mit dem Presslufthammer wird ein Stück der Wand zur Johannisstraße direkt gegenüber der Kalkscheune beseitigt.

7. März 2018: Ein kleiner Wintereinbruch beschert dem Tacheles-Areal einen weißen Überzug. Doch gehen die Arbeiten unvermindert weiter. So sind im Hintergrund immer mehr gelbe, große Rohre zu sehen, die das Baufeld 1 für den Tiefbau abstützen werden.

12. März 2018: Bei wieder frühlingshafteren Temperaturen wird aufgeräumt. Dicke Schläuche werden eingerollt, die in den vergangenen Tagen viele kleine Bohrlöcher miteinander verbunden hatten.

15. März 2018: Langsam gleicht die Baugrube einem Ölfeld. Meterdicke gelbe Rohre durchziehen komplett das erste Baufeld, wo im April die Schachtarbeiten beginnen sollen. Diese Rohre sind spezielle Hydraulikstützen für die benachbarten Gebäude.

20. März 2018: Frühlingsanfang. Auch wenn der Morgen mit etwas Schneeregen beginnt, ist doch zu sehen, dass die Baugrube eine neue Straßenführung hat. Rings um die beiden Betonsilos sind zwei Trassen abgesperrt. Damit ist gewährleistet, dass Ein- und Ausfahrt sich nicht gegenseitig behindern.

21. März 2018: Was passiert denn hier? Erstmals seit Beginn der Bauarbeiten wird ein Bereich in der Grube eingezäunt und mit Sichtschutz versehen. Dahinter befindet sich – Sand! Nichts als Sand und Steine. Interessant.

23. März 2018: Das Geheimnis der Planen wird gelüftet. In dem Areal bewegen sich Männer in weißen Schutzanzügen, die mit der Hand kleine und mittlere Metallteile herausholen. Immer eine Baggerschaufel voll wird von zwei Arbeitern fein säuberlich sortiert.

26. März 2018: Es geht voran im Baufeld 1. Direkt an der Friedrichstraße sind nun die meterdicken gelben Stürzen montiert. Und auch die Zufahrt durch die Baugrube wurde neu geregelt. Heute ist das petrolblaue Förderband zum ersten Bauabschnitt gefahren. Also los!

28. März 2018: Huch! Was ist denn da passiert? Nach nur einer Woche ist der Zaun mit der weißer Plastikplane abgebaut und das abgesperrte Areal wieder frei. Nur ein riesiger Sandhaufen ist noch da, der jetzt mit einer schwarzen Plane abgedeckt ist.

29. März 2018: Nein, hier wird kein Wolkenbruch abgepumpt. Auch wenn es so aussehen mag – mit den zwei kleinen Seen an der Wand zu den Johannishöfen. Hier bohrt vielmehr die Firma Stump Drainagelöcher in die Erde. Man staunt, was da alles rauskommt.

3. April 2018: Ostern ist vorbei und das Gewimmel in der Grube ist größer als je zuvor. Interessanterweise ist das weiß abgesperrte Areal nicht verschwunden, sondern hat nur seinen Standort hin zum ehemaligen Tacheles verlagert.

4. April 2018: Heute schweigt der Baulärm schon eher. Um 17.30 Uhr versammelt sich alles an dem eigens dafür errichteten Zelt, aus dem weißer Rauch aufsteigt. Es wird offensichtlich gegrillt. Und der schwarze Bierwagen mit der Aufschrift „Apoldaer“ spricht Bände. Also: Guten Appetit!

10. April 2018: Wir haben wieder einen neuen Baggersee. Nachdem die gelben Erdbohrer in den vergangenen Tagen zahlreiche Löcher gebohrt und eine Flüssigkeit in den Untergrund gepumpt haben, kommt jetzt schlammiges Wasser zum Vorschein.

12. April 2018: Langsam geht es los! Im Baufeld 1, gleich an der Friedrichstraße, sind vor einigen Wochen die meterdicken Stahlspanner zwischen die noch existierenden Häuser gesetzt worden. Und man fragte sich, wie dort in nächster Zeit das Erdreich ausgebuddelt werden soll. Hier kommt nun die Antwort.

17. April 2018: Auf der einen Seite des Tacheles-Areals. wird schon kräftig gebuddelt, auf der andern Seite laufen die letzten unterirdischen Abdichtungen. Es ist ein großer gelber Bohrer, der metertief und unsichtbar unter der Erde die letzten Teile der 22.500 Quadratmeter großen Bodenplatte spritzt.

21. April 2018: Muss einem diese Anzeige Angst machen? Vor wenigen Monaten erst haben die Bauleute ein paar Markierungen an den umliegenden Häusern angebracht, um zu sehen, wie sich die Erd-Arbeiten auf die Statik auswirken. Das Ergebnis überrascht.
