Einst hieß die verschlafene S-Bahn-Station am heutigen Kanzleramt „Lehrter Stadtbahnhof“. Am 26. Mai 2006 wurde dann der neue Berliner „Hauptbahnhof“ eröffnet. Heute erfreut sich Berlins Bahn-Mitte großer Beliebtheit: Täglich strömen etwa 300.000 Fahrgäste durch die Hallen, deren drei Ebenen durch 54 Rolltreppen verbunden sind.
Allerdings gilt das 1,2 Milliarden Euro teure Projekt immer noch als unvollendet. Denn nach wie vor fehlen auf den oberen Bahnsteigen die Überdachungen. Die insgesamt 15.000 Glasscheiben reichen nicht bis zum Ende der Bahnsteige, weil der Bahnhof rechtzeitig zur WM-Eröffnung (Stichwort: Sommermärchen) fertiggestellt sein musste. So werden bis heute Reisende der 1. Klasse bei Regen nass, die BahnCard-Inhaber der 2. Klasse lachen leise in sich hinein.