2. September 2019: Es geht aufwärts. Direkt an der Friedrichstraße steht im Baufeld 1 bereits das erste Obergeschoss und das zweite ist in Arbeit. Im Hintergrund ist noch das große schwarze-weiße Wandgemälde zu sehen, das einst für das Quartier 207 warb.

3. September 2019: Es sind die letzten Sommertage. Und das wird ausgenutzt: Bis Mitternacht sind die Bauleute zugange, obwohl eigentlich ab 18 Uhr Ruhe sein sollte.

6. September 2019: Die riesige Grube ist leer – na ja, fast. Lediglich in einer kleinen Ecke der 22.500 Quadratmeter großen Baugrube ist noch ein letzter Rest Sand zu sehen. Aber mit zwei Baggern wird auch das bald Geschichte sein.

12. September 2019: Der Aushub ist vollbracht und der Sand in der Baugrube ist mittlerweile vollständig verschwunden. Dafür kommen gegenwärtig tonnenweisen Stahl und Beton in die Grube. Parallel dazu wachsen die Tiefgeschosse.

17. September 2019: In zwei Tagen soll Grundsteinlegung am Tacheles-Areal erfolgen. Dabei steht die Hälfte der Keller schon und im Baufeld 1 sind bereits die Hochbauarbeiten gut im Gange.

19. September 2019: Grundsteinlegung! Nach zweijähriger Bauzeit ist die Tacheles-Baugrube endlich komplett ausgehoben und die Tiefbauarbeiten sind beendet. Jetzt wächst das neue Stadtquartier nur noch nach oben. Zeit für ein Fest – unter den Hunderten von Gästen auch der frühere Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit.

20. September 2019: Noch schnell einen letzten Blick auf das überdimensionierte Wandgemälde „How long is now“ erhaschen. In wenigen Wochen wird es nicht mehr zu sehen sein.

24. September 2019: Heute ist wieder Nachtschicht angesagt. Bis nach Mitternacht fährt ein Mann auf einer überdimensionierten Schleifmaschine seine einsamen Runden.

30. September 2019: Trotz des orkanartigen Wetters gehen die Bauarbeiten weiter. Aber da fast alle Bäume abgeholzt wurden, können zumindest keine Äste mehr herunterfallen. Mit der späteren „Aufforstung“ ist eine Züricher Gartenbaufirma beauftragt worden.

2. Oktober 2019: Der letzte Kran wird gebaut. Dort, wo künftig an der Oranienburger Straße ein Hotel stehen soll, ist jetzt der gelbe Fuß für einen neuen Kran gesetzt worden. Es wird die Nummer sechs sein.

7. Oktober 2019: Langsam wächst die neue Friedrichstraßen-Passage in die Höhe. Sie nimmt den Grundriss der alten Passage vom Beginn des 20. Jahrhunderts auf, die die Oranienburger Straße mit der Friedrichstraße verband.

10. Oktober 2019: Auch an der Oranienburger Straße beginnen jetzt die Hochbauarbeiten. Direkt neben dem alten Tacheles sind schon die ersten Pfeiler für das Erdgeschoss gegossen.

14. Oktober 2019: Und sie bewegt sich doch. Möchte man fast sagen, wenn man auf die Markierung an den Nachbarhäusern schaut. Da ist einiges aus dem Lot geraten.

19. Oktober 2019: Samstag. Und es wird trotzdem gebaut. Jedes gute Wetter wird noch ausgenutzt. Denn der ohnehin enge Zeitplan ist schon etwas nach hinten gerutscht. Das letzte Haus auf dem Tacheles-Areal soll jetzt 2023 stehen.

21. Oktober 2019: Und wieder steht ein Kran. Es ist der letzte, der auf dem Tacheles-Gelände errichtet wird. Noch fehlt die Nummer am Kran. Aber es wird die sechs von insgesamt neun Kränen sein.

24. Oktober 2019: Die Hochbauarbeiten kommen gut voran. Schön zu sehen ist es bei einem Blick durch das alte Tacheles-Gebäude. Hier wird der Eingang zu den künftigen Friedrichstraßen-Passagen sein. Oben prangt noch das Schild von der Grundsteinlegung im vergangenen Monat.

28. Oktober 2019: Überall in der Tacheles-Baugrube wird parallel gearbeitet. Während an der Friedrichstraße der Hochbau kräftig voranschreitet, ist der Tiefbau an der Johannisstraße ebenfalls auf dem Vormarsch. Hier sind später neue Wohngebäude geplant.

30. Oktober 2019: Volle Beleuchtung die ganze Nacht. Erst wird ohne Vorankündigung bis weit nach Mitternacht wieder gearbeitet, dann wird auch nicht das Licht ausgemacht.
